Engadin

31. Juli - 10. August 2015

Ferien im Engadin mit Halt auf dem Campingplatz Morteratsch.

 

Um es vorneweg zu nehmen...nein, wir mögen immer noch keine Campingplätze...aber wir lieben den Campingplatz Morteratsch. Ok, wir durften uns auch DEN Stellplatz reservieren, den wir wollten. Aber wo hat es schon so tolle Plätze, so schön in die Landschaft integriert? Das gesamte Areal ist von mehreren kleinen Wasserläufen durchschnitten und mit frei gewachsenen Gruppen von Büschen und Bäumen unterteilt angrenzend an den mit Weidenröschen und Lupinien gesäumten Berninabach. Hier mündet auch das Gletscherwasser des Morteratsch Gletschers. Wir und unsere Hunde genossen vor allem auch den Campingeigenen See!


Mit täglich kleine Wanderungen unter anderem zum Gletscher Morteratsch genossen wir die Tage. Der Weg zur Gletscherzunge wird von Jahr zu Jahr länger - der Gletscher schmilzt in einem Tempo, dass einem Angst und Bange werden kann. Seit Beginn der systematischen Beobachtungen im Jahr 1878 hat der Gletscher 2.2km an Länge eingebüsst. Dies macht im Jahr durchschnittlich 16m! Heute ist er noch 6.4km.

Unser Hauptziel in diesen 7 Tagen war aber, das wir im geschützten Rahmen mal sehen wollten, was unser Greenhorn in Sachen "Freies Stehen" uns für Grenzen setzt.

 

Nach 3 Tagen hatte die Batterie gemerkt, dass wir den Fernseh-Bildschirm als auch die Satellitenschüssel auf Standby gelassen hatten. Nicht, dass wir vor hätten diesen Blödsinn abermals zu machen....aber einer zweiten Bordbatterie sollte nun nichts mehr im Wege stehen und ist nun auch definitiv geplant.

200 Liter Frischwasser waren für diese Woche mehr als genug, unser Schwarzwassertank  aber ist das Lichtchen, welches beim freien Stehen als erstes "blinkt".

Aber das ist ja auch kein wirkliches Problem......


Ein kleiner Tankausflug nach Livigno (Diesel € 0.85) war auch wirklich nur ein Tankausflug. Livigno selber sagt uns überhaupt nicht mehr zu....Shoppen - wozu auch...ausser vielleicht für Italienische Delikatessen, doch genau diese sind hier so ziemlich inexistent.

Dafür waren 2-3 Campingplätze in Livigno rappel voll....schlimmer geht's nimmer....

Da blieben wir doch lieber auf unserem Campingplatz in Morteratsch stehen!

 

Wir genossen das süsse Nichtstun, probierten unseren Grill aus, spazierten und lasen viel und verbrachten die Zeit mit unsern neugewonnenen Freunden. Werner und Silvia sind im grossen MAN unterwegs und wenn sie nicht gerade in Island sind, dann sind sie in Pontresina.....


Die Heimfahrt war dann als kleines Training vom Copiloten für den Piloten gedacht. Nachdem wir auf der Hinfahrt den Albulapass überquert hatten (Höhenlimite 3.30 Meter - wir haben 3.29 Meter mit vollem Kühlschrank) und eher die Autofahrer Angst bekommen hatten als wir selber, wollten wir diesmal über den Maloya und Splügen Richtung Heimat fahren.

Während Greenhorn beim Maloya sich grad mal so aufgewärmt hatte, bekamen wir (Greenhorn, Hagi und Copilot) beim Splügen dann aber schon etwas seeehr warm.

Oder wie ich mich auszudrücken pflege: "das artet ja schon fast in Arbeit aus!"

Keine Ahnung, wie viele Spitzkehren das insgesamt waren - aber bei 3 Kehren musste ich ein 2. Mal ausholen - es hat einfach nicht gereicht. Das war für mich kein Problem....aber jedesmal hatte ich ein Auto an meinem Heck "kleben". So haben wir halt 3mal gemeinsam zurückgestossen...eventuell haben nun diese Autofahrer etwas dazu gelernt.

Dass der TCS auf seiner Pässe-HP schreibt "Bemerkung: Es wird abgeraten, diesen Pass mit einem Wohnwagen oder Wohnmobil zu befahren" war meinem Copiloten zwar nicht bewusst, aber ein Pass mit Höchstgewicht 18t und max. Gefälle von 13 ° muss und war machbar. Unser Greenhorn entpuppte sich als echte Bergziege!

Iveco 4x4 Expeditionsmobil
Ja...es gibt Grössere!!